Stippeföttche - Kölsches Hin und Her

Stippeföttche bedeutet „hervorstehendes Popöchen“ und ist die Bezeichnung für eine Art Tanz, die die Funken (Stadtgarden) im Karneval aufführen. Dabei stellen sich je zwei Gardisten Rücken an Rücken, gehen etwas in die Knie und strecken sich mit vorgehaltener Knabüs (Gewehr) oder Zabel (Säbel) ihre Hinterteile entgegen. Nach Marschmusik-Rhythmus werden diese dann hin und her bewegt. Dies wird auch „wibbeln“ genannt (vgl. Wibbelstetz).

Dieses Ritual ist –wie Vieles im Karneval- eine Persiflage auf das Soldatentum und den Militarismus. Die Kölner gaben so auch ihren Unmut über die preußische Besetzung des Rheinlandes im 19. Jahrhundert zum Ausdruck.

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