Mikwe - 17 Meter in die Tiefe

Die Mikwe, auch Judenbad genannt, war ein Ritualbad, das schon in der Zeit vor 800 errichtet wurde. So wie es heute zu besichtigen ist, wurde es aber erst nach 1096 umgebaut.

Dieses Bad wurde von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde besucht, wenn sie gegen das Reinheitsgebot verstoßen hatten. Frauen waren dazu immer nach Geburten und nach der monatlichen Regel verpflichtet. Man stieg von einem kleinen Umkleideraum aus die steinernen Stufen 17 Meter bis zum Wasserbecken hinab. Dabei konnte man in kleinen Mauernischen Handtücher und Kerzen zur Beleuchtung deponieren.

Die Mikwe gehört zu einer der ältesten und bedeutendsten jüdischen Siedlung in Deutschland. Schon ein Edikt des römischen Kaisers Constantin aus dem Jahr 321 bezeugt die Existenz einer großen und reichen jüdischen Gemeinde in Köln.

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