Köbes - Von Pilgern und Bier

Köbes ist kölsch (gemeint ist hier die Mundart und keine Biersorte) und heißt auf Hochdeutsch „Jakob“. So wird in Kölner Brauhäusern der traditionell mit einer blauen Leinenschürze und oft noch mit einer Art blauer Strickjacke bekleidete Kellner bzw. Ober bezeichnet. Bitte sprechen Sie diesen auch nur so an. Sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie nicht bedient werden.

Der Ursprung dieser Bezeichnung liegt wahrscheinlich bei den zahlreichen Jakobs-Pilgern, die auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela natürlich auch Zwischenhalt in Köln machten und sich dort als Aushilfskellner etwas Geld für den Weitermarsch verdienen wollten.

Damit ist wohl auch die Besonderheit verbunden, dass der Köbes das Kölsch vorher selber an einer speziellen Kasse mit Biermarken kaufen muss. Er bekommt also kein festes Gehalt sondern ist quasi Zwischenhändler und am Verkauf jedes einzelnen Kölsch beteiligt.

Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie unaufgefordert immer wieder ein volles Glas hingestellt bekommen. Wenn der „Kanal“ voll ist, legen Sie einfach Ihren Deckel auf das Glas.

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